Warum E-Commerce und nicht eCommerce?

Manchmal fragen mich Teilnehmer:innen, warum ich auf allen Folien und in allen Unterlagen „E-Commerce“ schreibe, statt, wie weit verbreitet, eCommerce.

Die Begründung dafür ist recht einfach und hat zwei Komponenten.

Auch im E-Commerce: Im Zweifel gilt der Duden

„Im Zweifel gilt der Duden“ war schon der Spruch, mit dem meine Germanistik-Prof und -Dozenten mich im Studium malträtiert haben. Und laut Duden ist eben die Schreibweise mit großem E und Bindestrich die korrekte.

Natürlich hatten unsere Profs im Studium  noch einen zweiten Spruch, der fast genauso oft gebraucht wurde: „Sprache lebt.“ Oft mit dem Nachsatz: „Ob es uns gefällt oder nicht.“ Damit lässt sich die Dudenaussage direkt relativeren, aber in meinem Fall ist auch der Duden eben nicht das ausschließliche Maß der Dinge.

Im Zweifelsfall gilt, was der DIHK will

Da ich nicht einfach nur „freifliegend“ im Marketing unterwegs bin, sondern eben auch für verschiedene Kammern als Dozentin und Prüferin eben im E-Commerce, ist der DIHK für mich einer weitere Instanz, an der ich mich orientiere. Dies betrifft vor allen Dingen die Zertifikats-Kurse und Prüfungen zur/zum E-Commercer – Manager:in (IHK) und die Prüfungsvorbereitsungskurs und Prüfungen für den geprüften Fachwirt im E-Commerce oder eben die geprüfte Fachwirtin im E-Commerce. Beides Weiterbildungen, die auf Grundlage eines so genannten Rahmenlehrplans unterrichtet und geprüft werden. Und die Rahmenlehrpläne sind eben mit großem E und Bindestrich, ebenso wie die Zertifikate und Zeugnisse am Ende.

Ob eCommerce oder E-Commerce – am Ende meint es natürlich dasselbe

Ja, dasselbe, nicht nur das gleiche. Für mich als Dozentin und eben auch Prüferin in diesen Bereichen ist es aber eben wichtig, die formal richtigen Schreibweisen zu verwenden. Und wenn nur genug Menschen in meinen Kursen saßen, ist eCommerce irgendwann vielleicht auch nicht mehr die am weitesten verbreitete Schreibweise ?